Wir leben in einer Demokratie. Das weiß in Deutschland eigentlich jeder. Geht es aber um die Definition des Begriffes Demokratie, dann sieht es schon anders aus. Wie war das noch mal? Gelernt haben wir das in der Schule, aber das ist bei vielen lange her. Demokratie setzt sich zusammen aus dem griechischen Wort für Volk und aus dem griechischen Wort für Herrschaft, eine Volksherrschaft also.
Ursprünge
Doch wie wird die Demokratie in die Tat umgesetzt? Was hat sie für eine Geschichte? Und ist sie auf der ganzen Welt populär? In Deutschland hat die Demokratie zu Beginn des 20. Jahrhunderts Einzug gehalten. Die Weimarer Republik war die erste demokratische Staatsform in Deutschland. Die Wurzeln der Demokratie reichen allerdings viel weiter in die Vergangenheit zurück. Bereits in der Antike waren Ansätze der Demokratie zu verzeichnen. Aber nicht jeder Bürger hatte zu der Zeit ein Recht auf Mitbestimmung. Nur ausgewählte Personengruppen durften zur Demokratie beitragen. Es waren hauptsächlich die freien Bürger, denen dieses Privileg zustand. Somit waren Sklaven, Frauen und Ausländer aus der Demokratie in der Antike ausgeschlossen. Die antike Attische Demokratie im alten Griechenland wird als erste Verwirklichung einer Demokratie angesehen. Danach konnten alle männlichen Vollbürger, die über 20 Jahre alt waren, bei der Regierung von Athen mitbestimmen. Das waren zwischen 30.000 und 40.000 Menschen. Sie hatten unter anderem bei Entscheidungen über Krieg und Frieden ein Wörtchen mitzureden.
Ewigkeitsklausel
Im Mittelalter und der Neuzeit waren in vielen Regionen Europas Ansätze von Demokratie zu finden. Wie bereits oben erwähnt war die erste Demokratie in Deutschland die Weimarer Republik. Diese wurde durch Hitler allerdings wieder durch die totalitäre Diktatur abgelöst. 1949 wurde durch die Gründung der Bundesrepublik Deutschland zumindest in diesem Teil Deutschlands die Demokratie wieder eingeführt und durch die Ewigkeitsklausel im Grundgesetz verankert. Das Staatsgebiet der ehemaligen DDR wurde erst durch die Wiedervereinigung im Jahre 1990 Teil der demokratischen Bundesrepublik. Demokratie ist nicht gleich Demokratie. Es werden mehrere Formen unterschieden. Die direkte Demokratie ermöglicht es dem Volk, in Form von Abstimmungen direkt und unmittelbar am Geschehen teilzunehmen. Die direkte Demokratie ist heute kaum mehr zu finden, da sie sich in der Politik nicht bewährt hat. Am ehesten reicht die Demokratie in der Schweiz an die direkte Demokratie heran.
Formen
Bei der repräsentativen Demokratie werden vom Volk für einen bestimmten Zeitraum Vertreter gewählt. Diese Demokratie hat sich in vielen Ländern etabliert. Die Vertreter des Volkes werden in die verschiedensten Bereiche eingesetzt und mit der Machtausübung durch die Stimme des Volkes befugt. Die dritte Variante der Demokratie ist die Demarchie. Sie unterscheidet sich von der vorgenannten Form dadurch, dass die Vertreter des Volkes nicht gewählt, sondern durch eine Zufallsauswahl bestimmt werden. Die Demarchie ist so etwas wie eine Übergangsform zwischen repräsentativer Demokratie und direkter Demokratie. In der Gegenwart ist es schwierig, sich treu an eine Form der Demokratie zu halten, deshalb wird vermehrt auf Mischformen gesetzt. Hier wäre zum Beispiel die plebiszitäre Demokratie zu nennen. Sie ist die Demokratieform, die sich weitestgehend durchgesetzt hat. Personal- und Sachentscheidungen werden vom Volk getroffen. Die Demokratie findet sich nicht nur bei Staaten, ebenfalls weisen viele Kirchen demokratische Strukturen auf.
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