Die Staatsform des Kommunismus

Der Kommunismus ist wohl der grundlegende Ausdruck für die gemeinsame Herrschaft. Der Kommunismus steht für eine klassenlose Gesellschaft, in welcher alle zusammen Entscheidungen treffen. Viele bekannte Menschen beschäftigten sich mit den Lehren des Kommunismus und strebten eine dementsprechende Staatsform an. Die in einem Atemzug mit dem Kommunismus genannten Namen sind in der Hauptsache Karl Marx und Friedrich Engels.

Marx und Engels

Nach diesen beiden Verfechtern des Kommunismus ist für dessen Entstehen unbedingt der Kapitalismus erforderlich. Aus diesem heraus würde sich nach Marx und Engels der Kommunismus entwickeln. Das geschieht dadurch, dass die Kapitalisten durch die Arbeiter enteignet werden und eine zentrale Planwirtschaft eingeführt wird. Die Einteilung der Klassen hebt sich bei dieser Entwicklung nach und nach auf und am Ende ist der Kapitalismus einfach ausgestorben. Soweit zumindest war die Theorie von Marx und Engels. Der Name Kommunismus stammt aus dem 19. Jahrhundert. Er wird abgeleitet aus dem Lateinischen communis für gemeinsam. Kommunismus steht für eine freie und sozial gerechte Gesellschaft. Hauptsächlich wurde der Begriff Kommunismus von der unterdrückten Arbeiterklasse verwendet. Allerdings wurde er mit verschiedenen Bedeutungen belegt.

Ursprünge

Der Kommunismus ist nicht neu. Bereits im Judentum gab es den Urkommunismus. Er stand als Begriff für eine Gütergemeinschaft und trug zudem den Beinamen Liebeskommunismus. Bis in die Gegenwart gab es die verschiedensten Formen des Kommunismus. Einige Gesellschaftsformen versuchten sich an dessen Umsetzung und scheiterten doch meist. So sind der Marxismus, der Leninismus, der Maoismus und der Titoismus Arten des Kommunismus. In der Regel wurde die Art des Kommunismus nach demjenigen benannt, der den Kommunismus als Gesellschaftsform durchsetzen wollte. Der Maoismus ist eine Art des Kommunismus in der Neuzeit. Er wird seit 1949 in der Volksrepublik China ausgeübt. Die Anhänger des Maoismus leben nach der Mao-Bibel, auch unter dem Namen das Rote Buch bekannt. Der Verfasser dieser Schriftensammlung ist Mao Zedong. Die Mao-Bibel ist nicht das einzige Buch, welches der Revolutionär verfasste, aber sein bekanntestes. Es ist auf der ganzen Welt erhältlich und wurde in viele Sprachen übersetzt.

Maoismus

Dem Maoismus liegen die Schriften von Marx, Engels, Lenin und Stalin zugrunde. Interessant dabei ist, dass Mao Zedong eher nach praktischen Werten strebte als nach der Umsetzung der Theorie. Er setzte im Prinzip nur den Inhalt seiner Lehren um, der in der Praxis möglich war. Allerdings versuchte er dabei nicht, die Theorie anzuwenden, denn die Praxis stand für ihn als ehemaliger Guerilla-Kämpfer immer an erster Stelle. Das erklärte Ziel des Maoismus ist der industrielle Fortschritt. Heute kann man davon ausgehen, dass durch das Erreichen des Zieles in China der Kapitalismus Einzug gehalten hat. Wie wir uns erinnern können, gehören Kommunismus und Kapitalismus eng zusammen. Allerdings wurde es bei Marx und Engels genau entgegengesetzt interpretiert: Der Kommunismus entsteht bei ihnen aus dem Kapitalismus und nicht wie im Maoismus der Kapitalismus aus dem Kommunismus. Das vorgenannte Beispiel soll lediglich demonstrieren, wie unterschiedlich der Kommunismus ausgelegt werden kann. Der Grundgedanke des Kommunismus ist, dass privates Eigentum in Eigentum der Gemeinschaft umgewandelt wird und in dieser Gemeinschaft alle Menschen gleichberechtigt sind. Gerade in diesem Zusammenhang trifft man in der Geschichte der Menschheit oft auf Ansätze des Kommunismus.

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